Kilimanjaro Besteigung
Posted by admin at Mai 21st, 2009
Der Kilimanjaro ist mit einer Höhe von 5.893m.ü.d.M. das höchste Bergmassiv Afrikas, welches 1987 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
Erstbesteigungen:
Bereits in den Jahren 1861 und 1862 hatte sich der Deutsche Karl Klaus von den Decken an eine Bergbesteigung gewagt, musste aber jeweils aufgeben. Nach zwei fehlgeschlagenen Versuchen konnten im Oktober 1889 der Deutsche Hans Meyer und der Österreicher Ludwig Purtscheller mit ihrem Bergführer Yohani Kinyala Lauwo den Kilimanjaro als Erstbesteiger bezwingen.
Vom Aufstieg und seinen Schwierigkeiten:
Man sagt, dass das Bergsteigen am Massiv nur geringfügige technische Schwierigkeiten habe. Allerdings macht die Besteigung des Kilimanjaros seinen Bezwingern wegen der – infolge großer Höhe – Abnahme des Sauerstoffes zu schaffen. Nicht selten kommt es zu der gefürchteten Höhenkrankheit, weshalb etwa die Hälfte der Bergsteiger noch vor dem Erreichen des Gipfels umkehren muss.
Wer den Kilimanjaro besteigen möchte, der sollte fünf bis sieben Tage einplanen, damit er sich entsprechend an das Klima und die Höhe einstellen kann. Die Besteigung ist gebührenpflichtig, ferner ist die Mitnahme eines Führers sowie die Beschäftigung der Einheimischen als Träger Vorschrift.
Viele Wege führen auf den Kilimanjaro:
Mehrere verschiedene Routen führen auf den Gipfel. Die meist benutzte Strecke ist der Aufstieg im Südosten, die Marangu-Route. Vorbei an dem kleinen Dorf Marangu geht es durch den Regenwald zur Bismarkhütte auf 2.682 Metern Höhe. Nun gilt es die Baumgrenze zu überwinden, wobei man durch stets dünner werdende Luft auf den 4.300 Meter hohen Sattel gelangt. Der anschließende Weg durch die beeindruckende Frostschuttwüste führt weiter zur Kibohütte, die erstmals 1932 errichtet wurde. Nun geht es über zahlreiche Serpentinen und über eine beeindruckende Gerölllandschaft noch etwa 987 Meter steil bergauf, wofür man etwa sechs Stunden benötigt. Nach insgesamt 55 Kilometern ist man letztendlich am Kraterrrand des Kibo angekommen und kann bei entsprechender Witterung die herrliche Aussicht bis über Kenia und Tasmanien genießen. Ein weit verbreitetes Problem bei der Besteigung des Kilimanjaros ist das teilweise unberechenbare Wetter.
Weitere – schwierigere – Routen wie die Barafu-, die Machame-, die Mweka- oder die Western-Breach-Routre und noch andere führen ebenfalls auf den höchsten Berg Afrikas, der aufgrund seiner beeindruckenden Landschaft und der imposanten Flora und Fauna ein einmaliges Erlebnis ist.