Kamine

Kamine dienten früher in erster Linie als Wärmespender und natürliche Lichtquelle. Sie werden mit Brennholz, Holzbriketts, Kohle, Holzpellets, Bioethanol oder Papier befeuert und haben abhängig vom benutzen Brennmaterial einen unterschiedlich hohen Schadstoffaustoß. Beim Kauf sollte daher auf einen umweltfreundlichen Kamin geachtet werden, der im optimalen Fall wesentlich bessere Ergebnisse beim Schadstoffausstoß erzielt, als die derzeit geforderten Richtlinien der einzelnen Länder angeben. Fossile Brennstoffe sind inzwischen überholt und wurden weitestgehend durch erneuerbare Energiequellen ersetzt.

Der geschlossene Kamin
Ein geschlossener Kamin erfüllt gleich mehrere Funktionen im Haussystem. Einerseits stellt er nicht selten schmuckhaft den Mittelpunkt des Wohnzimmers dar. Andererseits dient er gleichzeitig als Heizungsergänzung und Warmwasserspender. Das geschlossene Kaminsystem funktioniert über Wasser, welches beim Verbrennen der Brennstoffe erwärmt wird. Dieses warme Wasser wird anschließend in die Heizungsanlage weitergeleitet und dient ihr als Energiespender oder als Quelle für die Heißwasserversorgung.
Natürlich spenden auch geschlossene Kamine Strahlungswärme in ihrem unmittelbaren Umfeld.

Der offene Kamin
Die typische und im letzten Jahrhundert noch weit verbreitete Bauart für Kamine waren offene Kamine. Sie gaben Wärme ausschließlich durch Abstrahlung an die Umgebung weiter und konnten so immer nur den Wohnraum beheizen, in dem sie gebaut waren. Heute schätzen Hausbauer offene Kamine vor allem wegen ihrer Gemütlichkeit und weniger als Heizung.
Stilistisch unterscheidet man französische, deutsche und lombardische Kamine, die sich in Form und Höhe des Mantels und Auslagerung aus der Wand unterscheiden. Holländische Kamine werden in die Wand eingearbeitet.

Nach dem Einbau eines Kamins in ein Haus muss das System von einem Schornsteinfeger abgenommen werden und darf erst dann in Betrieb genommen werden. Anschließend steht dem Kamingenuss aber nichts mehr im Wege.

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